DER VERWUNDERTE PAKETBOTE

DER VERWUNDERTE PAKETBOTE. 

Ich gebe es zu. Ich war ein Online-Shopper!

Einfach zu jeder Tages- und Nachtzeit etwas bestellen, was ich wirklich nötig hatte.

Oder besser gesagt: „Ich dachte, das ich es brauchen würde! Ganz sicher!“

Ich konnte Stunden damit verbringen, das Beste Angebot oder das totale Schnäppchen zu suchen.

Vergleichsportale durch stöbern, Bewertungen lesen und dann Schlussendlich zuschlagen!

Heute frage ich mich: War das eigentlich mein Hobby?

Diese schönen neuen Gardinen, Glasschneidebretter zwei mit Tomaten und zwei mit Zitronen.

Ich brauche 20 Holzspatel zum kochen, na ja auf Vorrat und so günstig, …

Wie viel Hände habe ich eigentlich? 20 Holzspatel? Wie kam ich da drauf?

Super dieser Ausverkauf: günstige Kleidung war am Besten, dadurch konnte ich viel für wenig kaufen!

Das war mein Motto!

Nach drei Jahren stufenweise ausmisten sind viele dieser Dinge wieder weg.

Aus der Wohnung und aus meinen Gedanken.

Ich bin froh das sie weg sind. Ich vermisse sie nicht!

Zurück haben möchte ich sie auf gar keinen Fall!

Freunden denen ich etwas „schenke“ sagt ich:

„Wenn es Dir nicht gefällt, gebe es weg! Wage es ja nicht es an mich zurück zu geben!“

Kein wegräumen mehr, kein abstauben, keine voll gestellten Schränke, Regale und Kellerräume.

Ich kann Dir sagen, bestellen war so viel einfacher als weg tun! Einfach dieses „Klick“!

Jetzt bestelle ich nur noch, was ich wirklich mag.

Kleidung die ich fantastisch finde und nicht deswegen, weil sie günstig ist, sondern weil mir die Farbe gefällt und der Schnitt zu meiner Körperform passt.

Oft bestelle ich hochwertigere Kleidung, die länger hält!

Eines Tages habe ich, nach drei Monaten bestell Pause, ein „echtes“ Buch bestellt.

Also aus Papier und so, nicht die elektronischen die ich nur noch kaufe.

Ein Geschenk an eine  Freundin, die keine Minimalistin ist und auf handfeste Bücher steht! Sie liebt es Bücher in der Hand zu haben, ein Blatt um zu schlagen und den Geruch vom Papier! Genauso wie ich früher!

Also schnell bestellt und ein wenig warten.

„Klingel“

Der Paketbote, den ich sehr gerne mag und mit dem ich mich öfters unterhalten habe, schaut mich entgeistert an:

„Was Sie wohnen noch hier? Ich dachte Sie sind umgezogen? Oder waren Sie ewig im Urlaub?“

„Ja ja, ich war im Urlaub!“ (Lüge!)

„Oh prima, dann sehen wir uns ja bald wieder!“

„Eh ja, bis bald!“

Da denke ich: „Wie fantastisch ist das denn? Unser Paketbote dachte ich wäre umgezogen! Ich habe mich wirklich verändert!“

Mein Mann hat das Gespräch mitbekommen und lacht sich schief!

„Na Schatz, hat Dich der Paketbote vermisst? Den hast Du auch wirklich oft gesehen!“

Wo er Recht hat hat er Recht!

 

Wie ist das für Dich?

Kaufst Du Dinge, bei denen Du denkst das Du sie wirklich brauchst und dann landen Sie einfach so in einer Schublade oder in der letzten Ecke vom Kleiderschrank?

P.S. Das Bild ist aus unserem Mallorca Urlaub!

Als ich den Bus gesehen habe war ich so glücklich, das mir nur noch selten Pakete geliefert werden!

Ein Gedanke zu “DER VERWUNDERTE PAKETBOTE

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