KONMARI KANN ICH MACHEN, MUSS ICH ABER NICHT…

KONMARI KANN ICH MACHEN, MUSS ICH ABER NICHT…

Konmari ist eine beliebte Ausmistmethode von Marie Kondo aus Japan.

Viele die sich mit Minimalismus beschäftigen, werden früher oder später über diese Methode stolpern.

Sehr gut finde ich, das es in erster Linie darum geht sich von Dingen zu trennen.

Lange habe ich versucht mein Chaos, mit Ordnungssystemen zu Leibe zu rücken.

Das hat bei mir nicht funktioniert, eher frustriert.

Ich habe ihr Buch: „Magic Cleaning, wie richtiges aufräumen ihr Leben verändert“ drei Mal gelesen.

Ich habe einige Inspirationen und Ideen von Marie Kondo umgesetzt.

Allerdings bei langem nicht alle.

Ich habe es auch nicht fertig gebracht, mich bei eingestaubten Büchern oder hässlicher Kleidung zu bedanken! Wie es von Marie Kondo empfohlen wird!

Bei mir war mehr der Tenor: „Endlich gehst du weg du Buch und wage es ja nicht wieder bei mir auf zu tauchen!“

Anstatt alles auf einmal zu machen, war es bei mir ein langsamer und kontinuierlicher Weg. Manchmal ziemlich steinig und nervig.

Es kann gut sein, das ich schneller fertig gewesen wäre, wenn ich es so gemacht hätte, wie sie es beschreibt.

Allerdings stand mir meine ausgeprägte Sparsamkeit im Weg.

Ich finde es immer noch praktisch und schön, meine T-Shirts und bügelfreien Blusen, in Ihrem Stil zu falten.

Ich merke, das ich durch Marie Kondo bei einer neuen Anschaffung mehr auf mein Gefühl höre, ob ich es WIRKLICH brauche oder es FANTASTISCH finde!

Bei Ihren Youtube Filmen, begeistert mich, wie wertschätzend sie mit ihren Klienten umgeht und akzeptiert was sie lieben.

Natürlich fragt sie kritisch nach, aber sie wertet nicht ab und drängt Niemanden ihren Meinung auf! 

Sie beglückwünscht Menschen für den Prozess und die große Leistung, die sie erbracht haben.

Als mein Mann mich dabei ertappte, wie ich unsere Socken in der Konmari Methode faltete, sagte er ganz trocken und lächelnd:

„Ist das dein Ernst? Du faltest die Socken? Was soll das denn? Zur Information, das werde ich NIE machen. Da kannst Du Dich auf den Kopf stellen! Du kannst das natürlich gerne machen, wenn du das möchtest! Ich aber NICHT!“

Ich kann Euch sagen, er hatte recht!

Vor unserer Begegnung mit Minimalismus, hatten wir massenweise Socken!

In allen Farben und Mustern.

Lustig, farbenfroh und natürlich Socken für offizielle Anlässe.

Eines Tages, war ich Mal wieder damit beschäftigt einen riesigen Berg Socken zu sortieren.

Erst einmal nach Farben (bunt, blau, grau, schwarz, braun, rot, …).

Mein Mann kam um die Ecke und sah mich.

Ich frage: „Sag Mal, kannst Du mir bitte helfen? Das ist so viel Arbeit jedes Mal…“

Da sagte er: „Weißt Du was, ich habe mir das schon lange überlegt, wie wäre es, wenn wir einfach alle Socken weg schmeißen und nur noch Schwarze kaufen. Alle die gleichen! Dann brauchen wir NIE wieder zu sortieren!“

(Ich glaube in seinem Herzen war er schon immer ein Minimalist.)

Ich dachte eine Zeit lang darüber nach, dann habe ich zugestimmt.

Bei der nächsten Gelegenheit haben wir nur schwarze Socken gekauft!

Die Anderen gingen in den Müll!

Was für eine kluge Idee!

Wir haben es nie bereut!

Socken falten und zu sortieren, macht es bei uns schlicht und einfach keinen Sinn.

Ich habe es genau einmal und nie wieder gemacht, das Ergebnis bewundert und eingesehen das es Quatsch ist.

Die Socken werden einfach in die Schublade geschmissen und fertig!

Wer das natürlich machen möchte: Gerne! Wir nicht!

Ich finde bunte Socken übrigens immer noch fantastisch.

Ein männlicher Kollege trägt immer lustige bunte Socken.

Blau mit roten Punkten, gestreift, in ganz bunt, …

Es ist sein Markenzeichen und ich finde das sein Humor da durch strahlt.

Ich gebe es zu, ich freue mich, wenn ich sehe, was für farbenfrohe Socken er trägt!

Ich habe ihn noch nie dabei ertappt, das er zwei Unterschiedliche getragen hätte!

Eine Kollegin trägt super lustige Knielange Ringelstrümpfe und definitiv IMMER unterschiedliche! Ich finde das fantastisch! Sie zeigt der Welt ihre Lebensfreude und Individualität! Und pfeift ganz deutlich auf irgendwelche Konventionen!

(Zum Glück arbeite ich in der Psychiatrie, da darf man das… ich glaube in einer Bank würde es eindeutig Probleme geben…)

Trotzdem komme ich nicht in die Versuchung neue bunte Socken zu kaufen.

Meine Garderobe ist schon Farbenfroh genug.

Mit bunten Socken, würde ich in Richtung Pippi Langstrumpf gehen und das möchte ich tunlichst vermeiden…

Mein Mann findet jetzt übrigens das Falten seiner T Shirts super.

Am Anfang fand er es bescheuert, er war überzeugt, das T Shirt aufhängt werden müssen.

Aus dem einfachen Grund, das sie sonnst knittrig aus sehen.

Er merkt jetzt wie übersichtlich es aussieht, die T Shirts nicht knittriger wie sonnst sind und wie platzsparend diese Methode ist.

 

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